Stolz und Oblomov
Antworten ohne Fragen

Die Koalitionsvereinbarungen  von CDU und SPD 2018 sehen weitere Schritte Richtung "Digitalisierung" vor. Nun ist "die Digitalisierung" ein recht schillernder Begriff, unter dem sich jeder vorstellen kann, was er gerade mag oder befürchtet.

Für den Bildungbereich ist oft die Rede von besseren Internetanbindungen oder neuerer Ausstattung mit Hardware. Nur am Rande werden dann Themen wie inhaltliche Veränderungen im Unterricht oder Fragen der Organisation der Schul-IT angesprochen.

Wenn es um demokatische und selbstbewusste Gestaltung der durch digitale Geräte angestossenen Veränderungen geht, dann reicht allerdings eine bessere Ausstattung der Bildungseinrichtungen nicht. Es reicht auch nicht, in den Schulen und Universitäten reines Anwenderwissen zu vermitteln. Bewusste Gestaltung kann nur gelingen, wenn die Technologien verstanden werden, die die Gesellschaft verändern.

Wie kann ich denn zu einer fundierten Haltung zur Internetnutzung kommen, wenn ich nicht verstehe, wie das Netz funktioniert? Wie kann ich z.B fundiert Stellung zu predective policy nehmen, wenn ich nur wabernden Gerüchten zu diesem Thema folgen kann und nicht weiß, was Big Data und KI sind?

Vielleicht sind die folgenden zehn Thesen zur Digitalen Bildung eine Anregung, um weiter darüber nachzudenken. Eine ausführliche Begründung der zugrunde liegenden Position findet sich hier.